KRIEGSVERBRECHEN DER RUSSISCHEN FÖDERATION
Die Geschichte von Nadia Brataschewskaja, die unter starken Beschüssen in Charkiw lebte
Die Geschichte von Nadia Brataschewskaja, die unter starken Beschüssen in Charkiw lebte

Die Geschichte von Nadia Brataschewskaja, die unter starken Beschüssen in Charkiw lebte

Charkiw

AUTOR:

Taras Wijtschuk

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Am 24. Februar um halb fünf Uhr morgens wurde die Familie von Nadia von schrecklichen Explosionen geweckt. Ihr Haus bebte, die Erwachsenen rannten zu den Kindern. "Ich erinnere mich, wie die Kinder Angst bekamen und anfingen zu weinen. Mein Schwiegersohn beugte sich über sie und bedeckte sie für den Fall, dass etwas passieren könnte, und meine Enkelin sagte zu ihm: "Papa, wir wollen nicht sterben!" - erinnert sich Nadia.

Alle hatten Angst, aber es war noch nicht ganz klar, was gerade passiert. Nadia und ihre Familie schauten aus den Fenstern - dort brannte und rauchte alles. Dann beruhigte es sich ein wenig, aber es wurde offensichtlich, dass der Krieg begonnen hatte. Nadia und ihr Mann brachten ihre Kinder und Enkelkinder weg und blieben selber in Charkiw, weil sie ihr Zuhause nicht verlassen wollten.

"Wir hatten von Anfang an Angst. Wir gingen in den Keller, weil der Beschuss jederzeit ohne Vorwarnung erfolgen konnte. Wir verbrachten zwei Monate dort: Es war beängstigend nach Hause zurückzukehren. Sobald man sich ein wenig hochgeht, beginnt das Haus vom Beschuss zu zittern. Man hielt an einem Liftschacht an, um darauf zu warten, dass die Granate vorbeifliegt, um dann auf die nächste Etage hinunter zu gehen. Bis man von der siebten Etage in den Keller gelangt, ging die Hälfte des Lebens an dir vorbei. Im Keller war es etwas ruhiger, aber es war jedoch immer noch beängstigend. Es gab immer mehr und mehr Explosionen. Wir hatten Angst, dass das Haus einstürzen würde und wir nicht herauskommen könnten", erzählt Nadia.

Es war auch beängstigend humanitäre Hilfe zu holen. Aber man hatte Hunger, also beteten Nadia und ihr Mann zu Gott und gingen los. Wenn die Menschen hörten, dass eine Granate auf sie zukommt, drückten sie sich gegen die Wand und warteten, bis die Granate vorbeiflog oder explodierte. "Sobald wir die humanitäre Hilfe erhalten hatten, gingen wir schnell durch den Schnee und das Eis zurück. Man rennte und betete zu Gott, dass man bei irgendeinem Keller noch rechtzeitig ankommt", erinnerte sich die Frau.

Zu Beginn arbeitete noch ein Geschäft in der Nähe. Es sammelten sich viele Menschen in der Schlange, und man musste circa zwei Stunden warten. Dann begannen die Russen genau das Geschäft zu beschießen. Einmal trafen sie dieses. Ein Mann und eine Frau wurden getötet, viele wurden verletzt. Nach diesem Vorfall wurde das Geschäft geschlossen.

"Auch zur Apotheke zu laufen war beängstigend", sagte Nadia, "Sobald du drin warst, begann der Beschuss. Man wusste nicht, wo man sich hinlegen oder hinlaufen konnte und was man tun sollte. Man wusste nicht, ob die Fenster dich verletzen oder das Haus auf dich fällt."

Als in der Stadt kein Wasser, kein Strom und kein Gas mehr zur Verfügung standen, beschlossen Nadia und ihr Ehemann sich zu evakuieren. Man versuchte die Menschen mit dem Zug zu evakuieren, da man Angst hatte mit den Bussen so viele Menschen zu transportieren. Auch freiwillige Helfer mit Autos begannen zu helfen: Morgens zwischen sechs und sieben versuchten sie mit ihren Autos durchzukommen und brachten die Menschen zum Bahnhof.

So konnten auch Nadia und ihr Ehemann evakuieren. Bis jetzt sind sie nicht nach Hause zurückgekehrt, da Charkiw in der Nähe der russischen Grenze liegt und ständig beschossen wird."

Das Material wurde auf der Grundlage von Zeugenaussagen erstellt, die von Dokumentaren der Charkiwer Menschenrechtsschutzgruppe gesammelt wurden.

These pictures are created by artificial intelligence. They are NOT real. They are illustrations of the stories we tell. Most of these stories could not have been fixed by the camera. At the same time, there is documentary work by hundreds of Ukrainian and international photographers who produce real, and so much painful, documentation of this war. Check photographs by Oleksandr Glyadelov, Maksym Dondiuk, Mstyslav Chernov and Yevhen Malolietka, Andriy Dubchak, Yulia Kochetova, and many others.