Geschichte von Petro Neshchadym aus Moschtschun
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Petro Neshchadym ist 62 und in den letzten 15 Jahren wohnte er mit seiner Familie in Moschtschun, Gebiet Kyiv. Heutzutage ist der Mann ins Gebiet Cherkasy umgezogen, weil sein Haus während der Militäreinsätze vollständig zerstört wurde.
Am 24. Februar beendete Petro seine Arbeitsschicht und glaubte nicht wirklich, dass ein so brutaler und umfangreicher Krieg beginnen würde. Doch als 28 russische Hubschrauber über sein Haus in Moschtschun flogen, bekam er richtig Angst. Petro sah, wie diese Hubschrauber über dem Flugplatz Gostomel kreisten und schossen. Laut Petro Neshchadym, der früher selbst bei der Luftfahrt diente, flogen sie sehr niedrig, etwa einen Meter über den Baumkronen.
Petro sah auch die Landung russischer Luftlandetruppen in Gostomel. Sie dauerte etwa 20 Minuten, danach brach ein Feuergefecht aus. Später flogen die Hubschrauber ab.
In den folgenden Tagen begann der aktive Beschuss. Petros Tochter und Enkelkinder wurden sofort evakuiert, und er und seine Frau blieben bis zum 6. März in Moschtschun. Eines Tages schlug eine feindliche Granate in Petros Haus ein, alles stand in Flammen und war mit Granatsplittern zerrissen. Es gelang ihm, das Feuer selbst zu löschen. Aber als er Moschtschun verließ, war sein Haus zerstört.

Zunächst blieben viele Menschen in Moschtschun. Die Einheimischen hofften, dass dies nicht lange dauern würde. Als das ukrainische Militär jedoch eine Menge von Militärausrüstung in das Dorf brachte und die Bewohner aufforderte, das Dorf zu verlassen, taten die meisten von ihnen dies.
Petro Neshchadym sagt, dass er durch die russische Invasion sein Eigentum verloren hat: “Ich wurde nur mit meiner Hose, meinen Stiefeln, meiner Jacke und meinen Dokumenten evakuiert“. Alles, was er in Moschtschun zurückgelassen hat, wurde geplündert oder durch Beschuss zerstört.
„In meinem Haus wurde die Eingangstür mit einer Axt eingeschlagen, das Türschloss meines Nachbarn wurde durchgeschossen, den anderen Nachbarn wurde die Kleidung gestohlen, Frauenschuhe und alles andere wurde mitgenommen. Alle Häuser wurden zerschlagen“, sagt Petro über die Plünderungen von russischen Militärs.
Doch das Wichtigste für den Mann ist, dass er und seine Familie am Leben sind. Petro weiß, dass die Mutter seines Nachbarn schwer am Kopf und am Hals verwundet wurde. Sie beging daraufhin Selbstmord, indem sie sich erhängte. Man hat Petro auch viele Geschichten über die toten und vermissten Einwohner von Moschtschun erzählt.
Jetzt wartet Petro Neshchadym auf ein baldiges Ende des Krieges. Da er von Beruf Bauunternehmer ist, plant er, nach dem Sieg der Ukraine ein neues Haus zu bauen. Obwohl er und seine Frau nicht mehr jung sind und kein hohes Einkommen haben, gibt er die Hoffnung nicht auf und glaubt, dass er bei Null anfangen kann.
Das Material wurde auf der Grundlage von Zeugenaussagen erstellt, die von den Dokumentierer der Charkiw Menschenrechtsschutz-Gruppe gesammelt wurden.
These pictures are created by artificial intelligence. They are NOT real. They are illustrations of the stories we tell. Most of these stories could not have been fixed by the camera. At the same time, there is documentary work by hundreds of Ukrainian and international photographers who produce real, and so much painful, documentation of this war. Check photographs by Oleksandr Glyadelov, Maksym Dondiuk, Mstyslav Chernov and Yevhen Malolietka, Andriy Dubchak, Yulia Kochetova, and many others.